Alte Schule

Die alte Schule in Halenhorst 1952

Bereits kurz nach der Dorfgründung stand fest: Halenhorst braucht eine Schule. Die zur Zeit 25 schulpflichtigen Kinder des Dorfes hatten einen 8km weiten Weg zur Schule nach Sage zurückzulegen, der besonders im Winter kaum zu meistern war. Nachdem es 1857/58 zu ersten Beratungen über eine ortsansässige Schule kam, wurde direkt eine Bittschrift an das Amt und das Großherzogliche Kammer in Oldenburg geschickt, worin die Halenhorster um die Erlaubnis des Baus einer Schule unter Beihilfe des Staates baten. In Oldenburg geht man am 14. April 1859 darauf ein und bewilligt den Bau der Schule, sofern die dazu erforderlichen Kosten von den Interessenten getragen werden können und folgende Bedingungen erfüllt werden: Die Erstellung eins angemessenev, den Anforderungen des Regulativs entsprechenden Unterrichtslocals, sowie die Sicherung einer Wohnung für den Lehrer und dessen jährlichen Salairs in Höhe von 120 Reichstalern.

Halenhorst bekommt eine provisorische Schule. 12 1/2 x 16 Fuß groß war die Schulstube, zusätzlich gab es 2 Zimmer für die Lehrerwohnung. Schuljurat auf eine Dauer von 6 Jahren wurde Gerd Hinrich Wennekamp, zu Schulausschussmännern wurden Johann Behrens, Diedrich Hollmann und Johann Hellbusch gewählt. Fünftes Schulvorstandsmitglied und gleichzeitig Bauernvogt in Halenhorst wird Gern Hinrich Grotelüschen. Der erste Lehrer der Halenhorster Schule war Siegfried Heinrich Friedrich Neddermeier.

Durch die besondere Struktur des Dorfes und seiner Bewohner, seine Abgelegenheit und die geringe Bezahlung des Lehrers kam es sehr häufig zu Lehrerwechsel.

1860 zog die Schule dann erstmals um, in das Haus des Anbauern Bernd Hinrich Wilke. Nur drei Jahre später ziehen Lehrer und Schüler wieder um, diesmal ins Haus von Gerd Hinrich Wennekamp und blieben dort bis 1877.

1877 begann dann der Bau des lang ersehnten Schulgebäudes. Hauptlehrer Neelskonnte Anfang 1878 einziehen.

Auch in den Folgejahren vollzogen sich zahlreiche Lehrerwechsel.

Als die Schulstube durch wachsende Schülerzahl allmählich zu klein wurde, wurde 1910 der Bau der Oberklasse in Angriff genommen, wodurch die Schule zweiklassig wurde.

1911 geht das Schulgrundstück zusammen mit dem Schulhaus in den Besitz der Gemeinde über.

1952 wird die Schule aufgrund zurückgegangener Kinderzahl wieder einklassig.